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Saisonkalender

Welche Äpfel und Kürbisse haben im Oktober Saison?

Kurz gesagt

Im Oktober ist die Haupternte von Äpfeln und Kürbissen in vollem Gang, dazu kommt Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete und Sellerie. Viele Sorten lassen sich über Wochen oder Monate aufbewahren, wenn sie kühl, dunkel und gut belüftet liegen. Wichtig ist, nur unversehrte Früchte einzulagern und Äpfel getrennt von empfindlichem Gemüse aufzubewahren.

Der Oktober gehört zu den ergiebigsten Monaten im Erntejahr. Was genau in Ihrer Gegend reif ist, hängt vom Wetter des Jahres und vom jeweiligen Anbaubetrieb ab. Die folgenden Hinweise sind deshalb als Orientierung gedacht, nicht als feste Liste.

Welche Äpfel haben im Oktober Saison?

Im Oktober sind viele Herbstsorten pflückreif oder bereits im Handel. Je nach Region und Jahr begegnen Ihnen zum Beispiel:

  • Elstar und Jonagold: aromatisch, süßsäuerlich, gut zum Rohessen
  • Topaz und Gala: eher mild, meist knackig
  • Boskoop: säurebetont, beliebt zum Backen und für Apfelmus
  • Cox Orange: kräftiges Aroma, eher für den baldigen Verzehr

Grundsätzlich unterscheidet man Sorten, die man bald essen sollte, und echte Lagersorten. Manche Äpfel entwickeln ihren vollen Geschmack erst nach einigen Wochen Lagerung. Fragen Sie beim Erzeuger nach, wie lagerfähig die jeweilige Sorte ist.

Welche Kürbisse und welches Gemüse sind jetzt frisch?

Bei Kürbissen reicht die Auswahl von klein bis sehr groß:

  • Hokkaido: kann mit Schale gegessen werden, zerfällt beim Kochen schnell
  • Butternut: fester, nussiger Geschmack, gut für Ofen und Suppen
  • Muskatkürbis: aromatisch, oft als Anschnitt erhältlich
  • Spaghettikürbis: Fruchtfleisch löst sich in Fäden

Dazu kommt Wurzel- und Lagergemüse wie Möhren, Rote Bete, Knollensellerie, Pastinaken, Petersilienwurzel und Kartoffeln. Auch Kohlarten wie Weißkohl, Rotkohl und Wirsing haben jetzt Saison.

Wie lagere ich Äpfel richtig?

Äpfel halten sich am besten kühl, dunkel und frostfrei. Ein unbeheizter Keller, eine Garage ohne Frost oder ein kühler Vorratsraum sind meist geeignet. Beachten Sie diese Punkte:

  • Nur Unversehrtes einlagern: Druckstellen und Faulstellen stecken benachbarte Früchte an.
  • Nicht stapeln: Legen Sie Äpfel in flachen Kisten oder auf Hürden nebeneinander, damit Luft zirkulieren kann.
  • Regelmäßig kontrollieren: Aussortieren, sobald eine Frucht weich wird oder fault.
  • Sorten trennen: Frühe Sorten reifen und altern schneller als Lagersorten.
  • Abstand zu Gemüse: Das abgegebene Ethylen beschleunigt die Reifung anderer Lebensmittel.

In der Wohnung, etwa in der Obstschale neben der Heizung, werden Äpfel dagegen rasch mehlig.

Wie lagere ich Kürbisse und Wurzelgemüse?

Kürbisse mögen es trocken und eher mäßig kühl, nicht kalt und nicht feucht. Ein heller, trockener Platz im Flur oder Vorratsraum ist oft besser als der Kühlschrank. Lassen Sie den Stiel nach Möglichkeit am Kürbis, denn ohne Stiel dringen leichter Keime ein. Ein angeschnittener Kürbis gehört, gut abgedeckt, in den Kühlschrank und sollte zügig verbraucht werden.

Wurzelgemüse bevorzugt dagegen Kühle und höhere Luftfeuchte:

  • Möhren, Sellerie, Pastinaken: Laub abschneiden, nicht waschen, in leicht feuchtem Sand oder in einer Kiste mit Tuch lagern
  • Rote Bete: ähnlich wie Möhren, Wurzelspitze nicht verletzen
  • Kartoffeln: dunkel und kühl, aber nicht im Kühlschrank; Licht fördert grüne Stellen und Keime

Grüne Stellen und Keime an Kartoffeln enthalten Solanin. Schneiden Sie sie großzügig heraus oder entsorgen Sie stark betroffene Knollen.

Woran erkenne ich, dass Lagerware verdorben ist?

Verlassen Sie sich auf mehrere Sinne. Verdächtig sind:

  • Schimmel, auch nur punktuell, bei weichem Obst und Gemüse
  • Gärige, muffige oder alkoholische Gerüche
  • Matschige, eingefallene oder nasse Stellen
  • Auffallend bitterer Geschmack bei Kürbis

Bei Äpfeln mit einer kleinen Faulstelle kann man die Stelle großzügig ausschneiden, wenn der Rest fest und unauffällig ist. Bei Schimmel auf weichem Gemüse ist das nicht ratsam, weil sich Schimmelfäden im Inneren ausbreiten können. Im Zweifel werfen Sie die Ware lieber weg.

Wann sollten Sie nachfragen?

Größere Mengen einzulagern, etwa eine ganze Ernte aus dem eigenen Garten, ist eine Frage des Einzelfalls. Welcher Raum geeignet ist, hängt von Temperatur, Feuchte und Belüftung vor Ort ab. Hier lohnt sich der Rat von Obst- und Gartenbauvereinen, Gärtnereien oder den Erzeugern selbst, die Sorten und Lagerbedingungen aus der Praxis kennen.

Bei Fragen zu Unverträglichkeiten oder Allergien, etwa gegen Äpfel, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Weitere Beiträge finden Sie in unserem Ratgeber.

Häufige Fragen

Darf ich Äpfel und Möhren zusammen lagern?

Besser nicht. Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab, wodurch Möhren bitter schmecken können und andere Gemüse schneller altern. Lagern Sie Äpfel möglichst in einer eigenen Kiste oder einem eigenen Raum, getrennt von Wurzelgemüse.

Kann ich Zierkürbisse essen?

In der Regel nein. Zierkürbisse können Bitterstoffe enthalten, die Magen und Darm stark reizen. Schmeckt ein Kürbis auffallend bitter, sollten Sie ihn nicht essen, sondern entsorgen. Verwenden Sie nur Sorten, die ausdrücklich als Speisekürbis gekennzeichnet sind.

Wie erkenne ich, ob ein Kürbis reif ist?

Ein reifer Kürbis hat eine feste, trockene Schale und klingt beim Klopfen eher hohl. Der Stielansatz ist verholzt und trocken. Weiche Stellen, Risse oder ein feuchter Stielansatz sprechen gegen eine lange Lagerung.

Kann ich Kürbis oder Äpfel einfrieren?

Ja, beides lässt sich verarbeiten und einfrieren. Kürbis wird meist in Stücken roh oder vorgegart eingefroren, Äpfel eher als Apfelmus oder in Scheiben. Rohe Äpfel verlieren nach dem Auftauen ihre Festigkeit und eignen sich dann eher zum Kochen oder Backen.